Implan­ta­te im Detail: Wel­che Implan­tat­form ist die rich­ti­ge?

Der März steht bei uns im Zei­chen des Implan­tats. In unse­rem letz­ten Blog-Bei­trag haben wir Ihnen bereits das The­ma Implan­ta­te vor­ge­stellt, doch in die­sem Monat möch­ten wir Ihnen ger­ne die unter­schied­li­chen Implan­tat-Arten näher vor­stel­len, denn es gibt nicht nur „das“ Implan­tat in stan­dar­di­sier­ter Form, son­dern jedes Implan­tat ist so indi­vi­du­ell wie der Pati­ent selbst.

Unter­schied­li­che Implan­tat­for­men: Für fast jede Zahn­lü­cke gibt es eine Lösung

Heut­zu­ta­ge gibt es eine Viel­zahl an unter­schied­li­chen Implan­tat­for­men. Im All­ge­mei­nen kann man sagen, dass sich die Schrau­ben­im­plan­ta­te auf dem Markt durch­ge­setzt haben, doch unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen bezie­hungs­wei­se beson­de­ren, zahn­me­di­zi­ni­schen Gege­ben­hei­ten kön­nen auch ande­re Implan­tat­for­men von Vor­teil sein. Wir möch­ten Ihnen die wich­tigs­ten Implan­tat­for­men vor­stel­len:

  • Schrau­ben­im­plan­ta­te
  • Implan­ta­te in Form einer Schrau­be wer­den in der moder­nen Zahnmedizin am häu­figs­ten ver­wen­det. Es gibt zwei unter­schied­li­che Arten von Schrau­ben­im­plan­ta­ten. Implan­ta­te mit selbst­schnei­den­dem Gewin­de kön­nen direkt in den Kno­chen ein­ge­dreht wer­den. Für Schrau­ben­im­plan­ta­te mit nor­ma­lem Gewin­de muss ein Loch in den Kie­fer­kno­chen vor­ge­fräst wer­den, in das das Implan­tat dann hin­ein­ge­schraubt wird.

  • Hohl­zy­lin­der­im­plan­ta­te
  • Die­se Implan­ta­te haben kein Gewin­de, son­dern wer­den mit leich­ten Klopf­be­we­gun­gen in den Kie­fer­kno­chen „geschla­gen“. Hier­für wird vor­ab ein Hohl­raum im Kie­fer­kno­chen geschaf­fen. Durch die Form eines hoh­len Zylin­ders wird die Kon­takt­flä­che mit dem Kie­fer­kno­chen erhöht. Es zeig­te sich jedoch bald, dass der im Zylin­der befind­li­che Kno­chen­an­teil schlecht durch­blu­tet wird und die Hohl­zy­lin­der­form nur unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen die bes­se­re Wahl dar­stellt.

  • Blatt­im­plan­ta­te
  • Fla­che, blatt­för­mi­ge Implan­ta­te wur­den frü­her häu­fi­ger ver­wen­det. Sie wer­den in einen Schlitz ent­lang des Kie­fer­kno­chens ein­ge­bracht. Da sie weni­ger sta­bil sind als stift- oder schrau­ben­för­mi­ge Implan­ta­te und bei infek­ti­ons­be­ding­tem Ver­lust auch wert­vol­ler Kie­fer­kno­chen ver­lo­ren geht, wird die­se Implan­tat­form heu­te kaum noch ver­wen­det.

  • Dis­kim­plan­ta­te
  • Die­se Implan­ta­te haben die Form eines ske­let­tier­ten Zylin­ders und wer­den seit­lich in den Kie­fer ein­ge­setzt. Halt gibt die har­te und gut durch­blu­te­te Außen­wand des Kno­chens. Dis­kim­plan­ta­te kön­nen unter Umstän­den sofort belas­tet wer­den. Wegen ihrer beson­de­ren Form sol­len sie auch bei gerin­ger Kno­chen­hö­he bezie­hungs­wei­se fort­ge­schrit­te­nem Kie­fer­ab­bau eine sta­bi­le Ein­hei­lung gewähr­leis­ten.

  • Schmal­kie­fer­im­plan­ta­te
  • Schmal­kie­fer­im­plan­ta­te, auch als Mini-Implan­ta­te bekannt, haben einen Durch­mes­ser von 1,8 bis 3,1 Mil­li­me­ter. Sie sind ein­zeln nur für klei­ne Zahn­lü­cken geeig­net und unter­lie­gen Indi­ka­ti­ons­ein­schrän­kun­gen, zum Bei­spiel im Sei­ten­zahn­ge­biet. Auf­grund der schnel­len, dimen­si­ons­be­ding­ten Mate­ri­al­er­mü­dung unter Kau­be­las­tung sind sie meist ein­tei­lig kon­stru­iert. Aller­dings ist es mög­lich, die­se Implan­tat­form auch bei gerin­gem Kno­chen­an­ge­bot ein­zu­set­zen.

    Zur rich­ti­gen Implan­tat­form dank zahn­ärzt­li­cher Bera­tung

    Nur die rich­ti­ge Wahl der Implan­tat­form gewähr­leis­tet die Lang­le­big­keit des Zahn­ersat­zes. Daher ist es uns beson­ders wich­tig, vor dem Ein­set­zen eines Implan­tats die Beschaf­fen­heit des Kie­fer­kno­chens genau zu ana­ly­sie­ren und ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten mit Ihnen zu bespre­chen.

    Herz­lich, Ihr Chris­ti­an Ursel­mann